Die S+F Vermögensverwaltung GmbH blickt auf einen erfolgreichen Track Record von über zehn Jahren als Immobilienentwickler zurück.
Nach einer Phase kontinuierlichen und profitablen Wachstums hat der Einbruch des Wohn- und Gewerbeimmobilienmarktes auch das Unternehmen erfasst. In der Folge kam es zu einem temporären Liquiditätsengpass, der im Wesentlichen aus einer zeitlichen Diskrepanz zwischen laufenden Tilgungsverpflichtungen auf Unternehmensebene und verzögerten Mittelzuflüssen aus Projektverkäufen resultierte.
Zu diesem Liquiditätsengpass trugen mehrere Faktoren bei. Neben der hohen Kapitalbindung in laufenden Projekten, nicht vollzogenen bzw. verzögerten Kaufverträgen durch Erwerber sowie deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen infolge des veränderten Zinsumfelds, kam es zusätzlich zu einer nicht erfüllten Kapitalerhöhung, die ursprünglich zur Stärkung der Eigenkapitalbasis vorgesehen war. In diesem Zusammenhang traten Governance-Themen innerhalb des Unternehmens zutage, die die Liquiditätssituation temporär weiter belasteten.
Vor diesem Hintergrund hat die S+F Vermögensverwaltung frühzeitig reagiert und ein umfassendes Konzept zur Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur entwickelt. Ziel dieses Konzepts ist die Herstellung von Fristenkongruenz zwischen Mittelzuflüssen und Kapitaldienstverpflichtungen sowie die nachhaltige Sicherung der Liquidität auf Unternehmensebene. Die AG wurde in eine GmbH umgewandelt, um Kapitalmarktfähiger zu werden.
Zentrale Bausteine der Neuausrichtung sind eine klar definierte Portfoliostrategie mit dem fokussierten Abverkauf ausgewählter Projekte und Grundstücke sowie strukturelle Anpassungen der Finanzierungsseite. Diese umfassen insbesondere die Verlängerung bestehender Corporate-Finanzierungen sowie den gezielten Einstieg neuer Investoren.
In den vergangenen Monaten wurden bereits zahlreiche Sondermaßnahmen erfolgreich umgesetzt. Hierzu zählt insbesondere ein signifikantes finanzielles Engagement der Eigentümer, durch das zusätzliche Liquidität bereitgestellt und die Stabilität der Gesellschaft weiter gestärkt werden konnte. Parallel hierzu wurden die identifizierten Governance-Themen adressiert und organisatorisch bereinigt.
Das im Januar 2026 erfolgte Signing mit einem Investor ist integraler Bestandteil des Gesamt-Restrukturierungskonzepts. Der Vollzug steht unter aufschiebenden Bedingungen, bestätigt jedoch bereits zum jetzigen Zeitpunkt das bestehende Investorenvertrauen sowohl in die Gesellschaft als auch in die langfristigen Perspektiven des Marktes.
Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Restrukturierungskonzepts wurde durch eine renommierte Beratungsgesellschaft überprüft. Auf Basis verschiedener Planungs- und Stressszenarien wurde ein positiver Liquiditätsverlauf mit einem Liquiditätsüberschuss bis Ende 2026 bestätigt.